Social Media - und tschüß!




XING. Linkedin. Schluss damit!

Ich habe früh Zeit, Energie und Aufmerksamkeit in berufliche Netzwerke investiert – zunächst auf XING (damals OPEN BC), später auf LinkedIn. Meine Kontaktlisten wuchsen über die Jahre, wurden gepflegt, sortiert, regelmäßig überarbeitet. Zahlen kamen hinzu. Nähe eher nicht.

Mit der Zeit wurde mir die oft oberflächliche Kommunikation in sozialen Medien zunehmend fremd. Zu viele Stimmen, zu viele „Experten“, zu viel Wiederholung. Viel Lärm – wenig Substanz.

Was mir fehlt, ist das Echte. Das Gegenüber. Ein Blick, ein Tonfall, ein gemeinsames Nachdenken. Ich möchte Menschen wieder von Angesicht zu Angesicht begegnen, Lösungen miteinander entwickeln und Vereinbarungen auf Augenhöhe treffen – lieber mit einem Handschlag als mit einem Klick.

Denn wahre Kompetenz zeigt sich nicht in Followerzahlen, Likes oder Reichweite. Sie zeigt sich im Gespräch, im Zuhören, in der Tiefe. Qualität war für mich immer wichtiger als Quantität – auch beim Netzwerken.

Ich sitze lieber mit Menschen an einem Tisch als in unübersichtlichen Chatgruppen. Ich spreche lieber ganze Sätze als kryptische Kurznachrichten voller Abkürzungen und Emojis zu lesen. Und ich tausche mich lieber bei einem Spaziergang, einer zufälligen Begegnung oder auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt aus, als energiezehrend vor einem Bildschirm zu verharren.

Mag das altmodisch klingen? Vielleicht. 

Doch es fühlt sich richtig an. Und immer öfter höre ich in Gesprächen, dass andere diese Sehnsucht teilen. Nach mehr Echtheit. Mehr Ruhe. Mehr Menschlichkeit.

Für mich bedeutet das: gewonnene Lebenszeit. Und ein Stück Freiheit.


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